Sonntag, 17. März 2019

TuS Kremsmünster - ASKÖ Kematen-Piberbach

Kremsmünster, Sportplatz
1. Ost (OÖ), 330 Zuschauer, 0:1


Auch in Oberösterreich startet dieses Wochenende die Frühjahrssaison. Um dies zu würdigen, hab ich mir heute das Spiel zwischen Kremsmünster und den Nachbarn aus Kematen-Piberbach herausgesucht. Nach dem überragenden (Fan-)auftritt in Steyr-Gleink vor 2 Jahren, rechne ich auch heute mit gutem Besuch - und sollte nicht enttäuscht werden

330 Besucher sollten es bei traumhaften Bedingungen werden. Ein schöner Wert für eine 1. Klasse! Die Gastgeber, die sich in der unteren Tabellenhälfte befinden, sind gegen die drittplatzierten Gäste Außenseiter. Nach einer kurzen Phase des Abtastens übernehmen die Gäste auch das Kommando und gehen in der 18. Minute in Führung.

Man bleibt die bessere Mannschaft. Ein Piberbacher Ersatzspieler ist von seinem eigenen Team fasziniert: "Mia san heit wirklich stork!" Sein Coach klärt ihn auf: "Stimmt, weil ma a guade Grundaggressivität hom!" Der Spieler staunt weiter. Einen weiteren Schock gibt es für Kremsmünster in der 37. Minute, als der Referee nach einem Foulspiel Gelb-Rot zeigt. Diese Entscheidung wird nach kurzer Diskussion jedoch wieder korrigiert, da der Schiri den falschen Spieler verwarnt hat.

So geht es also beim Stand von 0:1 in die Kabinen. Wie üblich teste ich in der Halbzeit die Kantine. Obwohl es heute Cevapcici gibt, begnüge ich mich mit Kaffee & Kuchen. Der Kuchen kann überzeugen.

Einige Wünsche lässt dafür die 2. Halbzeit offen. Kremsmünster bemüht sich redlich, wird jedoch selten bis nie gefährlich. Auch die Gäste sind nach dem Pausentee nicht mehr so grundaggressiv wie noch in der 1. Halbzeit. In der 80. Minute schnappe ich folgendes Gespräch auf, das die 2. Halbzeit sehr gut zusammenfasst: "Wos sogst zu der Partie, Ferdl?" Ferdl: "Do is ois auf Zufoi aufgebaut!"

Es bleibt beim 0:1. Kematen-Piberbach bleibt damit im Aufstiegsrennen. Kremsmünster würden ein paar Punkte in den nächsten Spielen nicht schaden, sofern man nicht in den Abstiegskampf hineinrutschen will.

Nach dem Spiel geht es noch zur Besichtigung des Stiftes Kremsmünster...







































Samstag, 16. März 2019

SV Stripfing - FC Rohrendorf

Stripfing, Sportplatz
NÖ-Landesliga, 280 Zuschauer, 2:1


Mein letztes Spiel mit Stripfinger Beteiligung stammt aus dem Frühjahr 2013. Dieses Spiel fand in der 1. Klasse statt. 5 Jahre später steht der SV Stripfing an der Spitze der NÖ Landesliga! Ein rasanter Aufstieg! Heute wäre alles andere als ein klarer Efolg eine Überraschung, schließlich ist mit dem FC Rohrendorf das Tabellenschlusslicht zu Gast. Ein Stripfinger Zuseher meint daher ziemlich locker: "Über de miass'ma heut drübafohrn!"

Stripfing kommt auch sehr motiviert aus der Kabine. Man erspielt sich etliche Torchancen und geht in der 18. Minute verdient mit 1:0 in Führung. Der Torschütze ist mit Benjamin Sulimani kein Unbekannter im österreichischen Fußball. Nach diesem Treffer schaltet man einen Gang zurück - und lässt dadurch Rohrendorf leichtsinnigerweise ins Spiel kommen.

Diese Tatsache ist auch für die heimischen Fans nicht nachvollziehbar: "Wos mochens denn? De soin amoi umefohrn noch Mannsdorf und do amoi zuaschaun, wie's geht!" Mit 1:0 geht es in die Pause. Für mich heißt das Brotzeit. Die Auswahl ist groß, ich entscheide mich für eine Käsleberkässemmel.

Auch nach der Pause hält Rohrendorf überraschend gut mit und erzielt in der 57. Minute den in der Zwischenzeit nicht unverdienten Ausgleich. Knapper Kommentar meines Nebenmanns unmittelbar nach dem Tor: "Solche Trottln!". Stripfing findet keine Antwort - und Rohrendorf trifft um die 85. Minute herum die Stange. Was für ein unerwarteter Spielverlauf.

In der 90. Minute erhält Stripfing einen Freistoß in einer aussichtsreichen Position zugesprochen. Patrick Haas versenkt diesen in dieser Art & Weise . Kurz darauf ist Schluss. Stripfing ist mit einem blauen Auge davongekommen! Wenn man solche Spiele gewinnt, wird man Meister. Rohrendorf darf sich hingegen nach der heutigen Leistung berechtigte Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen.